Wurzeln

Welche Wurzeln nähren dein Sein, geben dir Halt und die Kraft zu wachsen?

Urvertrauen in dich und das Leben sind deine Basis, geboren aus den Wurzeln im unsichtbaren Ahnenfeld und ein gutes Fundament bildend, wenn du in deinen ersten Lebensjahren eine kraftvolle Verwurzelung durch die Familie bekommen hast. Eine glückliche Kindheit gibt dem heranwachsenden und dem lebenslang in dir wohnenden inneren Kind Selbstvertrauen und Sicherheit. Ein belastetes Urerbe und/oder eine schwierige Kindheit bringt die Aufgabe mit sich, diese Wurzeln selbst zu bilden im Erkennen einer inneren Stärke und Kraft, die in deiner Seele wohnt. Wer diese Herausforderung hat, sich selbst im Laufe des Lebens gut (oder besser) verwurzeln zu müssen, hat auch die Fähigkeit dazu. Wie ein Baum, der in den schlimmsten Stürmen durch seine starke Wurzel seinen Stand behält, stärken auch die Stürme des Lebens deine Wurzeln. Und umso intensiver sich das Wurzelsystem in die Tiefe bohrt, umso höher kann dein Baum – dein Leben - in den Himmel wachsen.

Nährst du deine Wurzeln mit Hingabe, Demut, Selbstliebe und Mitgefühl, so wird dein Baum des Lebens wachsen und Früchte tragen. In der unsichtbaren Tiefe wirken die Kräfte der Wurzeln, im sichtbaren Sein zeigen sich die Blüten und die Ernte des Lebens. Und du selbst entscheidest die Qualität der Ernte. Nährst du deine Wurzeln mit Ehrlichkeit und Liebe, so stärkst du sie. Zur Ehrlichkeit gehört auch das Zulassen von Gefühlen wie Angst, Wut, Ohnmacht, Trauer und Ärger, die es anzuschauen gilt, denn Reife erwächst aus einer Ganzheit und nicht aus dem Verdrängen. Verwurzelung hast du durch das Ahnenfeld, die Heimat und die Kindheit – aber ganz besonders durch deinen Glauben an dich, das Leben und das Göttliche. Mangelt es an Stärke und Tiefe, so finde deine Stärke und Tiefe in dir selbst und schenke dir die Wurzeln, die dich im Sturm nicht umwerfen und kleiner machen, sondern dir den nötigen Halt geben, um den heftigen Wind auszuhalten, seine Botschaft zu erkennen und ihn letztendlich als Erfrischung 

annehmen zu können.
24.06.2021

Vom Sinn und Unsinn des positiven Denkens...

 

Warum funktioniert das positive Denken, wie es in vielen Büchern und Schriften empfohlen wird, nicht?

Wenn ich negativ gestimmt bin, aber positiv denke, sind Denken und Fühlen nicht im Einklang. Es ist so, als wenn ich eine Wand mit Schimmelpilzbefall weiß überstreiche. Zunächst erscheint die Wand wieder makellos weiß. Die Pilzsporen sind jedoch nicht verschwunden, sie sind nun unter der neuen Oberfläche versteckt. Ihre Anwesenheit ist damit nicht nur geleugnet, es ist noch schlimmer: wenn es den Sporen gelingt, die weiße Farbe zu durchbrechen, wird die Wand nicht nur bald wieder so aussehen wie vorher, sondern sie werden sich mehr denn je auf einer noch größeren Fläche ausbreiten, da sie sich in der Zwischenzeit unbemerkt und in Ruhe vermehren konnten.

Der Schimmel in unseren Köpfen und unserem Denken ist durch Konditionierungen, Programme und durch Karma entstanden. Diesen mit weißer Farbe, also dem positiven Denken zu übertünchen, ist lediglich ein Leugnen und kann daher nicht funktionieren. Wir sollten bereit sein, die Existenz dieses Schimmels und Pilzes anzunehmen und nicht mehr in den Widerstand durch Verdrängung gehen. Denn positives Denken ist letztendlich Widerstand. Erst wenn wir diesen aufgeben, können wir den Schimmel betrachten und eine Lösung finden, die ihn von Grund auf beseitigt. Die Lösung findet sich in der Akzeptanz und dem Durchleben der Gefühle, die diese toxische Masse (ergo meine toxischen, selbstdestruktiven Gedanken) in uns bewirkt. Nach und nach, Spore um Spore, werden damit abgetragen. Pilzsporen sind schmutzig und toxisch. Folglich kostet es natürlich Überwindung und Mut, sich diesem Gift zu widmen. Aber nur die Zuwendung zu der toxischen Masse in den Gedanken und Gefühlen wird dauerhaft zu einer (Er)lösung führen. Das Übertünchte wird unterschwellig lauern, es wird sich vermehren und im ungünstigsten Fall bis zum Rest des jetzigen Lebens dieses erschweren und unglücklich machen. Das Anschauen und Kümmern um diese alten, durch familiäre, traumatische oder karmische Einflüsse entstandene Sondermülldeponie führt zu deren Abtragen. Damit ist positives Denken überflüssig geworden. Der Mensch, der diese Arbeit getan hat, braucht nicht positiv zu denken, er IST nun positiv. Und diese positive Grundhaltung führt ihn in seine Kraft und in sein Schöpferbewusstsein.
Damit kann es gelingen, die Dinge, die er glaubt, auch tatsächlich zu erschaffen. Sicher, das tut er schon sein ganzes Leben lang. Aber durch das Aufräumen und Beseitigen seines Giftdepots erfährt er nun eine neue Dimension des Erschaffens. Vorher hat er oft ‚negative‘ Dinge und /oder Situationen geschaffen und sich gewundert, dass das, was er vermeintlich doch glaubte, keine Realität wurde. Dabei hat er in sein Leben gerufen, was er aufgrund der alten Programme noch an destruktiven Glaubensmustern hatte. Alles andere (positives Denken, also geschöntes Denken) war nur das, was er so gerne hätte glauben wollen und hat sich daher nicht manifestieren können. Im Anschauen, Durchleben und damit Beseitigen der alten Muster wie Minderwertigkeitsgefühl, Angst, Wertlosigkeitsgefühl und Mutlosigkeit bilden diese nicht mehr die Basis dessen, was im Leben in Erscheinung tritt. An ihre Stelle ist das Erkennen der eigenen wunderbaren Größe, Schönheit und Einzigartigkeit getreten. Die alten, nun überholten Programme, haben durch unterschwellig vorhandene Zweifel verhindert, dass die geschönte Welt des positiven Denkens sich verwirklichen konnte. Zweifel sind die wahre Schranke im Erschaffen der erwünschten Realität. Sie sind die Pilzsporen, die sich im Hintergrund unter der Täuschung einer weißen Wand aus nicht wirklich gefühlten positiven Gedanken verhindern, zufrieden, selbstliebend und glücklich zu leben. Sie halten den Menschen davon ab, zu erkennen, wer er wirklich ist: ein wertvolles, großartiges Wesen voller Liebe, die gegeben und empfangen werden darf. Als dieses Wesen kann jeder Gedanke und Wunsch in die Realität umgesetzt werden. Die Basis dazu kommt nicht mehr aus den konditionierten Verstand, sondern aus dem fühlenden Herzen. Aus dem Herzen, welches angefüllt ist mit Gefühl und einem unerschütterlichen Glauben, alles das wert zu sein, was das Leben an schönen Erfahrungen bereithält. Der Zweifel im Denken und damit das ungute Gefühl im Herzen wurden durch den wirklichen Glauben an die eigene Kraft und das Schöpferbewusstsein ersetzt. Und dieses Gefühl ist die Liebe. Eine unermesslich große und alles umfassende Liebe. Die Liebe zum Leben, zu anderen und vor allem zu sich selbst!

28.07.2021

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